Urlaub in Portugal - welche Sehenswürdigkeiten sollten Sie wirklich sehen

Portugal hat vieles zu bieten. Nicht nur wunderschöne Strände und malerische Städte, sondern auch einiges an Geschichte und Natur. Wir haben Ihnen 17 Sehenswürdigkeiten aufgelistet, die Sie unbedingt im Urlaub gesehen haben sollten. Diese finden sich in der Regel nicht auf den Top 10 der Reiseführer. 

 

Portugals Charme liegt nicht in ein oder zwei Hauptattraktionen, sondern einer Vielzahl an kleineren Sehenswürdigkeiten. Unsere Empfehlung ist daher, sich für den Urlaub ein Auto zu mieten und das ganze Land von Norden nach Süden (oder anders herum) zu bereisen. Von der Nördlichen Grenze nach Spanien bis zur Algarve sind es ca. 7 Stunden mit dem Auto.  Ideal ist ein Zeitraum von 2 Wochen. Natürlich ist die Liste nicht komplett. Wenn Sie einen anderen Ort vorschlagen möchten, dann kontaktieren Sie uns gerne!

Auf Entdeckungstour an der Algar Seco

Algar Seco

Der Algar Seco ist eine Felsformation in der Nähe von Carvoeiro, einem beliebten Ferienort für Urlauber. Das Gestein aus Muschelkalk hat sich durch Wind und Wellen über Jahrtausende hinweg zu einem atemberaubenden Küstenabschnitt an der Algarve geformt. Von Carvoeiro sind es ungefähr 2 km bis zum Algar Seco und die Anfahrt mit dem Auto durch die vielen Parkmöglichkeiten ganz unproblematisch. Schöner ist es jedoch, wenn man sich über den Carvoeiro Boardwalk zu Fuß auf den Weg macht. So kann man den Ausblick auf das Meer und die Felsenküste an der frischen Luft genießen. Frische Luft macht natürlich hungrig: Das Restaurant Boneca Bar serviert nicht nur ein leckeres Frühstück für alle Frühaufsteher, sondern auch frischen Fisch. Besonders das Abendessen kann hier beim Sonnenuntergang mit einem Glas Wein genossen werden.

Der westlichstes Punkt Europas: Cabo da Roca

Cabo da Roca

Wo die Erde endet und das Meer beginnt, finden Sie den westlichsten Punkt des Festlandes des europäischen Kontinents. Das Cabo da Roca liegt an der Atlantikküste und liegt etwa 140 Meter über dem Meeresspiegel. Die Aussicht scheint schier endlos, und lädt gerade abends dazu ein sich den Sonnenuntergang anzusehen. Das Wahrzeichen, der rot-weiße Leuchtturm kann zwar nicht besichtigt werden, macht sich aber trotzdem immer schön auf Erinnerungsfotos. Er wurde 1772 in Betrieb genommen und ist damit der drittälteste Leuchtturm der portugiesischen Küste. Die Hänge sind mit der essbaren Mittagsblume bewachsen und in den Felswänden nisten seltene Wander- und Turmfalken, welche man oft über dem Meer beobachten kann. Wenn Sie das Cabo da Roca besichtigt haben, können Sie sich im Tourismusbüro eine Urkunde ausstellen lassen, die Ihren Besuch bestätigt und die Sie sich neben Fotos als Erinnerung aufbewahren können. Direkt am Aussichtspunkt gibt es eine Gaststätte, die den ganzen Tag geöffnet hat. Hier bekommen Sie Mittag- und Abendessen und haben auch hier einen atemberaubenden Sonnenuntergang.

Bairro de Alfama, Lissabon

Alfama Lissabon

Das Stadtviertel (Bairro) Alfama ist der älteste Stadtteil und war einst das Herz von Lissabon. Aufgrund seiner Nähe zum Tejo galt es im Mittelalter mehr als Ort der armen Fischer und Hafenarbeiter. Heute ist es ein sehr bekanntes Ausgeh- und Szeneviertel, in dem man viel entdecken kann. In den vielen engen Gassen und Straßen kann man den ursprünglichen Charme von Lissabon erleben und kommt in Kontakt mit der Lebensweise der Portugiesen. Alfama bietet viele kleine portugiesische Restaurants, Souvenirshops in denen man die traditionellen portugiesischen Fliesen kaufen kann und fantastische Aussichtspunkte über den Tejo und die komplette Altstadt. In Alfama lässt man sich am besten treiben und erkundet die kleinen Gässchen auf eigene Faust. Gerade im Sommer sieht man einige Portugiesen vor ihrem Haus grillen und an vielen Ecken wird der berühmte Sauerkirschlikör Ginjinha verkauft. In Alfama finden Sie ebenfalls das Castelo de São Jorge. Bis ins 16. Jahrhundert beherbergte das Castelo Könige, heute ist es eine beliebte Sehenswürdigkeit mit einem fantastischen Ausblick über Lissabon

Livraria Lello in Porto

Livraria Lello Porto

Die Livraria Lello wird zu den schönsten Buchläden der Welt gezählt. 1869 wurde im heutigen Gebäude die Livraria Chardron eröffnet und 1894 von José Pinto de Sousa Lello gekauft. Erst 1906 eröffnete die Buchhandlung unter dem heutigen Namen und fand große Beachtung unter den kulturell interessierten Bewohnern in Porto. Gerüchten zufolge soll die Buchhandlung unter anderem als Inspiration für die HarryPotter-Romane gedient haben. Die Autorin J.K. Rowling hat Anfang der 90er Jahre in Porto gelebt und sich auch des Öfteren in der Livraria Lello aufgehalten. Das Jugendstil-Gebäude mit seiner neogotischen Fassade wurde vom Ingenieur Xavier Esteves geplant und errichtet. Die Büsten bedeutender Schriftsteller, welche sich im Inneren der Buchhandlung befinden, wurden von dem Bildhauer Romão Júnior geschaffen. Die geschwungene Holztreppe im Inneren der Buchhandlung ist ein besonderer Blickfang und beliebtes Bildmotiv vieler Touristen. Die Treppe führt zur offen gestalteten oberen Etage, auf welcher eine kleine Bar eingerichtet wurde, in der man Portwein genießen kann. Die Buchhandlung verkauft natürlich nicht nur portugiesische Bücher, sondern hat auch eine große Auswahl an internationalen Bestsellern, damit Sie sich auch Souvenir mitnehmen können.

Capela dos Ossos in Faro

Capela dos Osso Faro

Die Knochenkapelle (Capela dos Ossos) in Faro gehört zur Barockkarmeliterkirche Nossa Senhora do Carmo aus dem 18. Jahrhundert und ist wohl eine der skurrilsten Sehenswürdigkeiten in ganz Portugal. In der Kapelle befinden sich die Gebeine von mehr als 1000 Mönchen aus dem Karmeliteroden und wurde 1816 eingeweiht. Für die Errichtung wurden unter anderem 1245 Schädel verwendet. Die Knochen wurden damals ausgegraben, weil der Friedhof in Faro überfüllt war. Trotzdem sollte den Mönchen weiterhin gedacht werden, daher wurden die Knochen in der Kapelle zur Schau gestellt. Viele werden es ein wenig makaber finden, trotzdem ist die Kapelle einen Besuch wert

Der südwestlichste Punkt Europas: Cabo de São Vicente

Cabo de Sao Vicente

Neben dem Cabo da Roca markiert auch das Cabo de São Vicente ein Ende des europäischen Festlandes. Nämlich den südwestlichsten Punkt. Im Gegensatz zu den zahlreichen Stränden an der Algarve. wird das Land hier etwas karger, der Wind rauer und die Felsen immer höher und steiler. An einem kleinen Parkplatz, gesäumt von Essens- und Souvenirständen können Sie seit 1996 die „letzte Bratwurst vor Amerika“ genießen. Der Stand wird von einem Ehepaar betrieben und lockt ebenfalls einige Touristen an. An der Küste, oder auch „am Ende der Welt“ gibt es einige wunderschöne Wanderwege, auf denen oft kilometerweit keine weitere Menschenseele zu sehen ist. Empfehlenswert ist hier auf jeden Fall festes Schuhwerk, da es hauptsächlich unbefestigte Pfade gibt, die bei nassem Wetter sehr glitschig sein können. An stürmischen Tagen können die Wellen bis zu 70 Meter hoch spritzen. An solchen Tagen lohnt es sich ebenfalls, eine Regenjacke einzupacken, damit man nicht nass wird. Das Cabo de São Vicente nennt man auch den „Aussichtspunkt auf Amerika“. Natürlich kann man Amerika nicht wirklich sehen, jedoch wird man hier zum Träumen angeregt. Der knapp 24 Meter hohe Leuchtturm, hat das stärkste Leuchtfeuer ganz Europas und reicht bis zu 48 km übers Meer. 

Nazaré – Das Surferparadies

Nazaré

Der kleine Strandort Nazaré ist besonders bekannt unter Surfern. Hier finden jedes Jahr um die Winterzeit verschiedene Surfwettbewerbe statt, bei denen bekannte Surfer auf Wellen, die bis zu 30 Metern hoch sind, reiten. Dies löst nicht nur den Nervenkitzel bei den Surfern aus, sondern auch bei den Besuchern, die sich das Spektakel anschauen können. Durch die hohen Wellen und das oft stürmische Wetter, sollten Besucher jedoch wasserfeste Kleidung anziehen, da man sonst ziemlich nass werden kann. Nazaré hat aber auch ruhigere Traditionen. Die portugiesische Küstenstadt ist eng mit der Fischerei verbunden und im Sommer, insbesondere an Samstagen, kann man diese Fischereitraditionen beobachten. Dann kommen die mit Fischen gefüllten Netze aus dem Meer an und die Fischhändlerlinnen, noch immer traditionell in ihren sieben Röcken gekleidet, rufen ihre Verkaufsangebote aus. Oft kann man diese aber nicht verstehen, da es sich hier um Verkaufscodes handelt. Das kleine Städtchen ist an sich eher ruhig und wird nur in den Wintermonaten von Surfern und Besuchern überrollt. Ein Besuch im Sommer lohnt sich aber ebenfalls. Hier können Sie dann ganz in Ruhe am Strand spazieren gehen und hinterher in einem portugiesischen Restaurant einkehren

Das historische Stadtzentrum von Évora

Évora

Évora, gelegen im Alentejo, ist eine weitere Stadt, die es lohnt anzusehen. Der Praça do Girlado stellt das Stadtzentrum dar. Die umliegenden Geschäftshäuser aus dem 16. Jahrhundert zeigen noch immer den damaligen Reichtum der Stadt. Die Altstadt wird umgeben von der römischen Stadtmauer und ist schon seit 1986 UNESCO Welterbe. Die Gebäude entstammen vielen Epochen. Von der arabischen bis hin zur klassischen Barockepoche hat fast jede Zeit ihre architektonischen Einflüsse hinterlassen. In der Stadt selber findet man neben vielen schönen Restaurants auch einige Handwerksund Souvenirläden, in denen man nicht nur die typisch portugiesischen Fliesen findet, sondern auch allerlei handgefertigte Produkte aus Kork und weiteren natürlichen Materialien. Évora ist eher klein und hat keine großen Attraktionen, die Tausende Touristen anziehen würden. Für geschichtlich und kulturell Interessierte hat das kleine Städtchen jedoch einiges zu bieten. Auch für Architekturinteressierte bieten die vielen alten Gebäude einiges zu entdecken

Sintra - Parque e Palácio Nacional da Pena

Sintra Schloss

Der Nationalpalast Pena (Palácio Nacional da Pena) ist eine Schloss- und Parkanlage in Sintra. Errichtet wurde diese 1840 auf den alten Ruinen eines Klosters und befindet sich auf dem Gipfel eines Felsmassivs aus Granit, der Serra de Sintra. Die Gärten und Parks um das Schloss herum laden gerade im Sommer zum Spazieren und Erkunden ein. Neben einheimischen Kiefern, Eichen und Ginster wachsen hier auch exotische Pflanzen, wie tasmanische Baumfarne, japanische Azaleen und kalifornische Mammutbäume. Auch das Schloss und die umliegende Kulturlandschaft sind seit 1995 UNESCO Welterbe. Das Schloss selber ist farbenfroh und hat bemalte Terrassen, eine atemberaubende Mauer und mythische Skulpturen. Das bunte Monument sticht aus den umliegenden grünen Wäldern heraus und kann von einigen Aussichtspunkten schon von Weitem gesehen werden. Der Weg hinauf zum Schloss ist steil und kann zu Fuß gelaufen werden. Gerade in den Sommermonaten empfiehlt es sich jedoch, den Bus 434 zu nehmen. Hin- und Rückfahrt kosten ungefähr €7. Oben angekommen hat man von der großen Aussichtsterrasse einen fantastischen Ausblick über die umliegende Landschaft und kann bei gutem Wetter sogar das Meer sehen.

Palacio Nacional de Mafra

Palacio Nacional de Mafra

Der Palacio Nacional de Mafra ist die größte Schloss- und Klosteranlage von Portugal und wurde vom schwäbischen Architekten Johann Friedrich Ludwig geplant. Der Bau dauerte 13 Jahre (1717 – 1730) und wurde erst 1750 ganz vollendet. Das Gebäude im Stile des Barock besteht zu einem großen Teil aus Gold aus der damaligen Kolonie Brasilien. Die Schlossanlage befindet sich in der Gemeinde Mafra, rund 40 km nordwestlich von Lissabon und wurde im Juli 2019 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Das ganze Gelände beherbergt Palast, Konvent und Basilika. Natürlich kann das ganze Gelände besichtigt werden, dies macht man am Besten auf eigene Faust oder aber mit einer geführten Tour. In der Basilika finden Sie einen Komplex aus 6 Orgeln. Ebenfalls sehr bedeutend sind die 2 Glockenspiele mit insgesamt 114 Glocken (57 in jedem Turm), die im 18 Jahrhundert in Antwerpen hergestellt wurden und als die Größten weltweit gelten. Im westlichen Flügel des Konvents befindet sich die Rokokobibliothek. 40.000 wertvolle Bände finden sich in dem 83 Meter langen Saal und wurden im 18. und 19. Jahrhundert von den Mönchen aus Arrabida in der noch heute gültigen Form systematisiert. Im wertvollen Bestand gilt ein besonderes Augenmerk den im 16., 17. und 18. Jahrhundert gedruckten portugiesischen und ausländischen Werken, einige von ihnen äußerst selten, wie die 22 ausländischen Inkunabeln und 41 geografische Karten.

Praia da Samarra

Praia da Samarra

Besonders Naturliebhaber werden sich an diesem Strand wohlfühlen. Er zählt zu den eher unbekannten Stränden Portugals, mit noch absolut unberührter Natur und den Meereswellen, die ständig auf die Felsen treffen. Um an diesen Strand zu gelangen, muss man einen etwas steilen Weg an den Klippen hinabsteigen, daher sind auch hier feste Schuhe ein Muss. Rund herum befinden sich befestigte Wanderwege und Aussichtsplattformen, die Ihnen eine faszinierende Sicht über das Land und das Meer bietet. Man sollte hier keinen weißen und langen Sandstrand erwarten, der Praia da Samarra ist eher steinig. Baden gehen kann man hier trotzdem und es kommt einem fast so vor, als würde man aufs offene Meer hinausschwimmen. Es gibt hier keine Restaurants oder Cafés, daher empfiehlt es sich, selber Essen einzupacken, denn hier kann man ohne Probleme einen ganz Tag lang in der Sonne liegen und den Ausblick genießen

Santuário Nacional de Cristo Rei

Cristo Rei Lissabon

Der Cristo Rei ist eine bekannte Christus-Satue in Alamada, auf der anderen Seite des Tejos. Mit ausgebreiteten Armen wendet sich die Figur des Christus König der Ponte 25 Abril und der Stadt Lissabon zu. Die Statue selber ist 28 Meter hoch und befindet sich auf einem 75 Meter hohen Sockel. Mit ihren 28 Metern ist sie die siebthöchste Christusstatue der Welt. Der Erzbischof von Lissabon Dom Manuel Gonçalves Cerejeira wurde bei seinem Besuch der Hauptstadt Brasiliens in 1934 von der Cristo Redentor inspiriert und wollte davon eine Nachbildung in Lissabon errichten lassen. Diese sollte aber nur errichtet werden, denn Gott Portugal vor dem Zweiten Weltkrieg verschonen sollte. Nach Kriegsende begann am 18. Dezember 1949 der Bau der Statue. Die Christus-Skulptur wurde von dem portugiesischen Bildhauer Francisco Franco de Sousa hergestellt. Am 17. Mai 1959, an einem Pfingstsonntag, wurde die Statue eingeweiht. Heute kann man die Statue besichtigen und hat auf der Aussichtsplattform einen wunderschönen Ausblick auf die Ponte 25 Abril und ganz Lissabon. Anreisen kann man entweder mit dem Auto, oder man nimmt die Fähre nach Cacilhas und von dort den Bus zum Cristo Rei. 

Ilha de Tavira

Ilha de Tavira

Die Ilha de Tavira ist eine 11 km lange Sandbank bzw. Insel und liegt zwischen dem Naturpark Ria Formosa und dem Atlantik. Die Insel ist die einzige des Naturparks, auf der auch Bäume und Pflanzen wachsen. Auf dem langen Sandstreifen befinden sich nicht nur kleine Strandbars und Restaurants, sondern auch hübsche kleine Feriendomizile, die man in jeder Saison anmieten kann. Auf der Ilha de Tavira gibt es zwar keine geschichtsträchtigen Sehenswürdigkeiten, aber jede Menge Ruhe und Entspannung. Manche Abschnitte sind so abgelegen, dass man weit und breit keine anderen Personen sehen kann. Erreichen kann man die Insel mit dem Boot von Tavira aus. Stündlich fahren die Fähren herum, um Touristen entweder hinzubringen oder abzuholen.

Praia da Costa Nova

Praia da Costa Nova

Der Praia da Costa Nova ist wohl am bekanntesten für seine bunten Holzhäuser, die sich an der Uferstraße dicht aneinanderreihen. Von hieraus hat man auch den besten Blick auf den Strand. Gebaut wurden diese „palheiros“ ursprünglich als Schutz für die Gerätschaften der Fischer und wurden in den letzten Jahren restauriert und zu hübschen kleinen Ferienhäusern hergerichtet. Das kleine Fischerdorf bietet nicht nur ein bisschen Geschichte, sondern auch wundervolle kleine Restaurants, die fangfrischen Fisch servieren. Abends kann man auf der Strandpromenade ein Glas Wein genießen, oder man geht hinunter zum Strand und schaut sich den Sonnenuntergang an. So ruhig es hier auch sein mag, auch hier können die Wellen hoch genug sein, um Surfer anzulocken. Hier können Sie im Sommer definitiv eine perfekte Mischung aus Entspannung, Ruhe und Action finden.

Parque Nacional Peneda-Gerês

Peneda-Gerês

Im Norden Portugals, in der Nähe der spanischen Grenze liegt der Nationalpark PenedaGerês. Den Namen hat dieses Naturschutzgebiet, weil es sich aus den beiden Gebirgen Peneda und Gerês zusammensetzt. Hier erleben Sie nicht nur atemberaubende Natur, sondern könnten auch den Iberischen Wolf erspähen. Das Symboltier des Parks ist das Reh, von denen Sie sicherlich einige sehen werden. Neben Wölfen und Rehen, sieht man häufiger die „garranos“, wilde Ponys durch die Berge galoppieren. Der Nationalpark bietet Ihnen ebenfalls den einzigen Stechpalmenwald in Portugal und einige weitere exotische Pflanzen, wie die Gerês-Lilie, die der üppigen und grünen Natur blau-violette Farbtupfer verleiht. Flüsse durchqueren das Gebirge und durch die hügelige Landschaft sieht man diese nicht selten in einem kleinen Wasserfall endend. Auf den Flüssen können Sie auch Kanu fahren oder beim Canyoning überschüssige Energie loswerden. Wanderwege bietet das Naturschutzgebiet natürlich genügend. Am bekanntesten ist wohl die noch sehr gut erhaltene Römerstraße, auf der Sie die fast zweitausend Jahre alten Meilensteine bewundern können. 

Coimbra - Sé Velha

Sé Velha

Sé Velha (alte Kathedrale) ist eine katholische Kirche in der Stadt Coimbra. Die alte Kathedrale wurde im romanischen Stil erbaut und ist eines der ältesten Monumente Portugals. Der Bau des heutigen Gebäudes begann 1164. Auf dem Gelände stand bereits eine Kirche, welche jedoch bei einem arabischen Angriff zerstört wurde. Durch die originalen Schießscharten an der Fassade, bekommt man den Eindruck, vor einer riesigen Burg zu stehen. Über die Jahrhunderte hinweg wurde die Fassade aber auch das Innere der Kirche durch die Einflüsse verschiedener Bischöfe ergänzt. So hat im 16. Jahrhundert der Bischof D. Jorge de Almeida dem Gebäude noch Renaissanceelemente hinzufügen lassen. Mit dem Bau des Kreuzganges wurde im Jahr 1218 begonnen, unter der Herrschaft von König Alfonso II., welcher eine der ersten gotischen Arbeiten Portugals ist. Besonders sehenswert sind auch die mit Blumen- und Tiermotiven verzierte Kapitelle und das von Olivier de Grand und Jeans d`Ypres aus Holz geschnitzte Retabel aus der Renaissance. Aufgrund der vielen zusammenkommenden Stile lohnt es sich, eine Tour durch die Kathedrale zu machen. Die Ruhe kann man bei einem Alleingang genießen, der gotische Kreuzgang ist hierfür der perfekte Ort.

Torre de Belém

Torre de Belém

Der Torre de Belém (Turm von Belém) ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Portugals. Er steht im gleichnamigen Stadtteil und wurde im manuelinischem Stil erbaut. Er ist eines der wenigen Gebäude, die das Erdbeben von 1755 überstanden haben. Auf der obersten Etage des Turms, auf knapp 35 Metern ist heute eine freiliegende Aussichtsplattform. Gebaut wurde der Turm zwischen 1515 und 1521, innerhalb von nur 6 Jahren. Er versinnbildlicht die Glanzzeit des portugiesischen See- und Handelsimperiums und hat als Leuchtturm die ankommenden Handelsschiffe begrüßt. Die Statue „Unserer Lieben Frau der sicheren Heimkehr“ blickt als Schutzsymbol hinab aufs Meer. An der Nordseite kann man eine Plastik eines Nashornkopfes finden, welche zur damaligen Zeit die erste plastische Darstellung dieses Tieres in Europa war. Es ist die Abbildung des Panzerhorns, welches Afonso de Albuquerque 1515 von seiner Indienfahrt mitbrachte. Diese Vorlage legte er Albrecht Dürer vor, der den Holzschnitt dafür anfertigte. Das Innere des Turms diente bis ins 19. Jahrhundert als Gefängnis und Waffenlager und zählt seit 1983 außerdem zum Weltkulturerbe der UNESCO.