Auswandern nach Portugal

Das Land der Seefahrer und großen Entdecker zieht nicht mehr nur noch Urlauber an, sondern ist in den letzten Jahren ein auch immer beliebteres Ziel für Auswanderer geworden. Das portugiesische Festland bietet traumhafte Strände und Küstenabschnitte, aber auch dichte Wälder, Nationalparks, malerische Städte und sanfte Hügellandschaften. Die mitten im Atlantik gelegene Inselgruppe Madeira aber auch die Azoren bieten ganzjährlich ein mildes und ausgeglichenes Klima. Wenn auch Sie nach Portugal auswandern möchten, finden Sie im weiteren Verlauf unseren Ratgeber mit allen Informationen bezüglich der Einreise, vielen organisatorischen Details, die das Auswandern nach Portugal erleichtern sollen. Wenn Sie weitere Fragen oder Anmerkungen zu den Inhalten haben, freuen wir uns über eine Nachricht von Ihnen.

Welche Einreisebestimmungen gelten in Portugal?

Als Mitgliedstaats des Schengener Abkommens dürfen sich alle Bürger der EU, der Schweiz und Lichtenstein ohne Visum in Portugal aufhalten und arbeiten. Für die Einreise benötigte Dokumente sind ein gültiger Personalausweis oder Reisepass. Reisedokumente außer dem vorläufigen Personalausweis dürfen seit höchstens einem Jahr abgelaufen sein.

 

Wie melde ich mich in Portugal an?

Bei einem Aufenthalt über drei Monate in Portugal müssen Sie sich bei der Gemeindeverwaltung (Câmara Municipal) Ihres Bezirks anmelden. Hier wird Ihnen eine Meldebestätigung (Certificado de Registo) ausgestellt. Die Beantragung kostet einmalig 15 Euro und ist fünf Jahre lang gültig. Für die Ummeldung benötigen Sie ebenfalls ein gültiges Ausweisdokument. Ebenfalls notwendig ist ein Nachweis der Wohnadresse (bspw. durch den Mietvertrag oder eine Stromrechnung). Der Nachweis von genügend Vermögen ist nur dann erforderlich, wenn Sie noch keine feste Arbeitsstelle nachweisen können. Nach den fünf Jahren können Sie bei der Ausländerbehörde (Serviço de Estrangeiros e Fronteiras) eine permanente Aufenthaltsgenehmigung (Certificado de Residência Permanente) beantragen. Die Residência Permanente ist unbefristet, jedoch muss das Ausweisdokument alle zehn Jahre erneuert werden. Bei nicht Beachten der Anmeldepflicht drohen Bußgelder zwischen 400 Euro und 1500 Euro, bewusst falsche Angaben werden mit bis zu 2500 Euro Bußgeld bestraft.

 

Wo beantrage ich meine Steuer- und meine Sozialversicherungsnummer?

Eine Steuernummer, auch NIF (Número Identificação Fiscal) oder n° Contribuinte beantragen Sie beim zuständigen Finanzamt (Servicos de Financas). Tatsächlich stellen auch die jeweiligen Bürgerbüros (Loja da Cidadão) diese Nummer aus. Für die Beantragung benötigen Sie ein gültiges Ausweisdokument (sollte mindestens noch ein Jahr gültig sein) und einen Nachweis Ihrer Wohnadresse (bspw. durch den Mietvertrag oder eine Stromrechnung). Ihre NIF wird Ihnen sofort mitgeteilt und Sie bekommen einen schriftlichen Nachweis. Die Ausstellung der Steuernummer kostet um die €10,00. Seit März 2011 ist die Steuernummer auch schon für Minderjährige Pflicht. Diese Nummer wird benötigt, wenn man seine Kinder in die eigene Steuererklärung mit aufnehmen möchte, um etwaige Kosten geltend zu machen. Bei der Beantragung muss mindestens ein Elternteil anwesend sein und die Geburtsurkunde des jeweiligen Kindes muss vorgelegt werden. Auch hier wird die NIF direkt rausgegeben.

 

Damit Sie in Portugal sozialversichert sind, müssen Sie sich bei der Seguranca Social anmelden. Hiernach erhalten die die Número de Identificação de Segurança Social (NISS) - Ihre Sozialversicherungsnummer in Portugal. Zu beachten ist hier, dass Leistungen erst gezahlt werden, nachdem Sie mindestens 6 Monate in die Sozialversicherung eingezahlt haben. Wenn Sie in Portugal eine Stelle bei einem Arbeitgeber aufnehmen, erfolgt die Meldung automatisch die den Arbeitgeber.

 

Beziehen Sie Ihre Rente aus einem anderen Land, ist die Anmeldung bei der Seguranca Social nicht unbedingt notwendig. Nur Personen, die für den portugiesischen Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, müssen sich anmelden. Die Seguranca Social ist ein System welches alle Arten von sozialen Leistungen abdeckt: Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung und Rentenversicherung sowie bei Berufsunfähigkeit. Außerdem beinhaltete diese Krankengeld, Mutterschafts- und Erziehungsgeld, Kindergeld und Arbeitslosengeld. Ebenfalls wirkt die Seguranca Social als Sozial- und Jugendamt in Portugal.

 

Wie und wo eröffne ich am besten ein Girokonto?

Die Möglichkeiten ein portugiesisches Konto zu eröffnen sind vielfältig. Sie finden eine Vielzahl an großen Banken in allen Regionen Portugals. Die bekanntesten sind unter anderem die Caixa Geral de Dépositos, Banco Santander Totta S.A., Novo Banco, Banco Português de Investimento (BPI), Millenium und ActivoBank. Ein großer Vorteil in Portugal ist das Multibanco System, welches Automaten zur Verfügung stellt, bei denen man Geld abheben kann, egal bei welcher Bank man Kunde ist.

 

Die benötigten Dokumente für die Eröffnung eines Kontos sind ein gültiges Ausweisdokument, Ihre Steuernummer und die Meldebescheinigung. Es gibt bspw. Banken, die es Ihnen besonders einfach machen Ihren Zahlungsverkehr zu überprüfen. Die ActivoBank stellt ihren Kunden eine App zur Verfügung, welche sehr einfach zu bedienen ist, über die Überweisungen getätigt werden können und die keine Kontoführungsgebühren berechnet. Nicht jeder ist aber vom digitalisierten Fortschritt beim Onlinebanking überzeugt. Daher lohnt es sich, sich vorher über verschiedene Angebote und Konditionen auf den entsprechenden Webseiten der Banken zu informieren.

 

Warum ist ein portugiesisches Konto von Vorteil?

 

Viele Arbeitgeber überweisen Gehälter nur auf portugiesische Konten und auch eventuelle Gebühren für Bargeldabhebungen und weitere Transaktionen lassen sich so problemlos umgehen. Internetanbieter wollen in der Regel eine Bankeinzugsermächtigung, können jedoch nur von inländischen Konten abbuchen. Ebenso gilt dies für die meisten Stromanbieter in Portugal. Verdienen Sie Geld in Portugal, egal ob selbstständig oder als Angestellter, müssen Sie früher oder später Steuern zahlen. Die Steuerrechnungen werden oft auf ganz speziellen Überweisungsscheinen ausgestellt, für die Deutsche Banken keine passenden Vorlagen bieten

 

Wie bekomme ich eine Telefonnummer in Portugal? Mobil oder Festnetz?

Möchten Sie eine portugiesische Nummer haben, ob Festnetz oder Mobilfunk, so können Sie diverse Angebote der gängigen Telefon- und Internetanbieter wie Vodafone, MEO oder NOS finden. Alle drei Unternehmen bieten verschiedene Angebote für Festnetzanschlüsse an, die je nach Paket auch TV und Internet mit einschließen. Manche Pakete enthalten zusätzlich auch einen Mobilfunkvertrag mit Nummer.

 

Die Leistungen sind hier abhängig vom jeweiligen Preis, daher lohnt es sich auch kleinere Anbieter in Betracht zu ziehen, wie bspw. UZO. Seit dem 15. Juni 2017 gibt es innerhalb der EU keine Roaming-Gebühren mehr. Möchten Sie also in Portugal mit Ihrem Handy und Ihrer bestehenden Nummer telefonieren, so können Sie dies anbieterübergreifend zu den Konditionen Ihres normalen Inlandstarifs tun. Dies gilt neben Anrufen auch für SMS, MMS und mobiles Datenvolumen. Sollten Sie auf Ihrem Handy einen Messenger wie WhatsApp oder Facebook installiert haben, können Sie bei funktionierender Internetverbindung oder genügend Datenvolumen weltweit sogar kostenlos telefonieren.

 

Bei einem längeren Aufenthalt in Portugal bietet es sich jedoch an, sich schnellstmöglich auch eine portugiesische Mobilfunknummer zuzulegen. Sollten Sie sich vertraglich nicht binden wollen, gibt es hier auch die Option einer Prepaid-Karte. Diese können Sie nach Bedarf mit einem bestimmten Guthaben aufladen und haben so die volle Kostenkontrolle. Eine portugiesische Mobilfunknummer erleichtert Ihnen ebenfalls das Abschließen anderer Verträge, wie Strom, Festnetz oder auch das Eröffnen eines Bankkontos, da bspw. viele Onlineformulare nur lokale Nummern erlauben.

 

Wie sieht der Arbeitsmarkt in Portugal aus?

Seit dem 1. Januar 2020 gilt ein gesetzlicher Mindestlohn von €635 pro Monat (https://dre.pt/application/file/a/126319112). Jährlich werden landesweit 14 dieser Monatsgehälter ausgezahlt, woraus sich eine Summe von €8.890 ergibt. Der gesetzliche Mindestlohn ist in Portugal, wie auch in anderen Ländern eine wichtige Bezugsgröße für viele Bestimmungen und Vorschriften im Arbeits- und Sozialrecht.

 

Im Vergleich liegen die Portugiesen jedoch im EU-Schnitt recht weit hinten. Lediglich Litauen, Lettland und die Slowakei liegen von den Ländern mit Eurowährung hinter Portugal. Über viele Jahre hinweg hat sich an den portugiesischen Löhnen wenig getan, eher wurden diese noch gekürzt. Seit 2015 jedoch steigen die Gehälter wieder leicht an. Beim Lohnniveau sollte beachtet werden, dass dies auch stark von den Industrien abhängt und das Arbeitnehmer, die mehrere Sprachen sprechen, für Unternehmen arbeiten, die ggf. ihren Hauptsitz in einem anderen europäischen Land haben auch mehr verdienen.

 

Ein Großteil der Industrien befindet sich in und den zwei größten Städten Portugals: Lissabon und Porto. Wichtige Zweige sind die Nahrungsmittel-, Textil- und Metallindustrie. Auch die Metallindustrie und die Korkverarbeitung und der Finanzsektor entwickeln sich zu großen Arbeitgebern in Portugal. Ein ebenfalls sehr wichtiger Arbeitsmarkt bietet die Tourismusbranche, die gerade im Sommer und in Gebieten der Algarve, den Azoren und rund um Lissabon viele Beschäftigte hat.

 

Der Arbeitsmarkt in Portugal für Auswanderer ist vor allem von den Sprachkenntnissen abhängig. Offizielle Amtssprache ist natürlich Portugiesisch und erhöht die Chancen bei der Jobsuche. Möglich ist es natürlich auch bei Unternehmen unterzukommen, die ihren Hauptsitz im Heimatland haben und in Portugal ebenfalls einen Sitz haben. Viele portugiesische Unternehmen mit Handelsbeziehungen nach bspw. Deutschland, sind auch immer öfter auf der Suche nach deutschsprachigen Mitarbeitern. In Portugal studieren vergleichsweise wenige Menschen, der Bedarf nach gut ausgebildeten Fachkräften in den Bereichen Betriebswirtschaft, Ingenieurwesen oder auch im EDV-Bereich steigt jedoch. Eine gute Zeit sich zu bewerben ist der Zeitraum von Februar bis Juni, gerade für Studenten die gerade ihren Abschluss gemacht haben, denn genau dann suchen die meisten Unternehmen.

 

Brauche ich eine Arbeitserlaubnis?

EU-Bürger benötigen keine Arbeitserlaubnis um in Portugal zu arbeiten. Hier gilt es lediglich, dass man sich bei einem längeren Aufenthalt (mehr als 90 Tage) bei der Meldebehörde registrieren lassen muss. Sollten Sie noch auf Jobsuche sein, muss nachgewiesen werden, dass für die Zeit der Jobsuche genügend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. Bei einem bereits bestehenden oder angehenden Arbeitsverhältnis, muss der Arbeitsvertrag oder eine Bestätigung des zukünftigen Arbeitgebers vorgelegt werden.

 

Welche Steuern zahle ich in Portugal?

Das Thema der Steuern ist auch in Portugal eine komplexe Angelegenheit und kann nicht pauschal abgehandelt werden. Gerade für Residenten aus dem Ausland empfiehlt es sich oft, einen Steuerberater zu befragen um etwaige Fehler bei der späteren Steuererklärung zu vermeiden.

 

Jeder Arbeitnehmer oder auch Selbständige in Portugal ist verpflichtet auch eine Steuererklärung abzugeben. Nur in seltenen Fällen sieht das Finanzamt davon ab, dies muss aber mit dem zuständigen Finanzamt seines Wohnortes besprochen werden. Es gibt zwei verschiedene Formen von Einkommenssteuern: IRC (Imposto sobre o Rendimento de Pessoas Coletivas) entspricht der Körperschaftssteuer. Die IRC bezieht sich auf Firmen und Gewinne werden hier Pauschal mit 21% auf dem portugiesischen Festland besteuert, mit 20% auf Madeira und mit 16,8% auf den Azoren. IRS (Imposto sobre o Rendimento de Pessoas Singulares) entspricht der Lohn- bzw. Einkommenssteuer. Die IRS wird von allen weiteren Einkommenstypen, eingeschlossen Selbständige, ausgestellt. Das Gesamteinkommen wird in fünf Steuerklassen (escalões) eingeteilt und die Steuerklasse anhand des Jahreseinkommens festgemacht.

 

Ebenfalls kommt es darauf an, ob Sie Kinder haben, anderweitig unterhaltspflichtig oder verheiratet sind. Zu der IRS können die jeweiligen Tabellen online gefunden werden: http://info.portaldasfinancas.gov.pt/pt/apoio_contribuinte/tabela_ret_doclib/Pages/de fault.aspx Diese Tabellen und das Steuerrecht werden jährlich im Orçamento do Estado (OE) neu definiert und im März des jeweiligen Jahres verkündet.

 

In Portugal ist es seit einigen Jahren möglich seine Rechnungen online einzutragen, sofern eine Steuernummer angegeben wurde. Das System heißt E-Fatura: https://faturas.portaldasfinancas.gov.pt/home.action Besonders praktisch daran ist, dass bei der Steuererklärung alle Rechnungen schon im System vorhanden sind und im IRS übernommen werden. Alle Rechnungen, die bis zum 15. Februar ausgestellt werden, können dann noch in die richtige Rubrik verschoben werden. Als weitere Hilfe stellt das Finanzamt eine jährliche Ausfüllhilfe zur Verfügung, die Sie in Ihrem Financas-Portal herunterladen können.

 

Die Einreichung der IRS läuft vom 1. Aprils bis zum 31. Mai. Etwaige Steuerrückzahlungen werden bis spätestens 31. August des selben Jahres ausgezahlt.

 

Wie versichere ich mich am besten in Portugal? Gesetzlich oder privat?

Auch in Portugal gilt eine gesetzliche Krankenversicherungspflicht. Mit dieser wird die medizinische Grundversorgung der portugiesischen Bevölkerung gesichert und jeder Bürger gehört ihr an. Anders als in anderen Ländern gibt es für die gesetzliche Krankenversicherung keine verschiedenen Anbieter und daher muss hier auch nichts beantragt werden. Sollten Sie bereits eine feste Arbeitsstelle haben, meldet Ihr Arbeitgeber sie im Regelfall beim regionalen Versicherungsträger an (CRSS - Centro Regional de Segurança Social) und führt auch die Beiträge ab. Um jedoch bei Krankheit zum Arzt gehen zu können, müssen Sie sich bei Ihrem zuständigen Gesundheitszentrum (Centro de Saúde) anmelden. Dies können Sie persönlich vor Ort machen und benötigen lediglich Ihren Personalausweis und Ihre Meldebestätigung.

 

Der Vorteil der gesetzlichen Krankenversicherung ist vor allem, dass bei Arztterminen im Regelfall keine weiteren Kosten entstehen und nur die verschriebenen Medikamente in der Apotheke bezahlt werden müssen. Die Nachteile liegen jedoch bei der langen Wartezeit auf einen Termin. So kann es, je nach Auslastung des Gesundheitszentrums, durchaus dazu kommen, dass Sie einige Stunden warten müssen um einen Termin für den nächsten oder übernächsten Tag auszumachen. Oft empfiehlt es sich daher gleich morgens zu gehen. Da die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen vielen Auswanderern nicht reichen, empfiehlt es sich zusätzlich eine private Krankenversicherung abzuschließen. Diese ist beitragsgebunden und bietet mehr als das öffentliche System. Je nach Versicherung und der jeweiligen Angebote, können sich die jeweiligen Angebote jedoch stark voneinander unterscheiden.

 

Worauf muss ich bei einer privaten Krankenversicherung achten?

 

Um das volle Leistungsangebot in Anspruch nehmen zu können, muss bei den meisten Versicherern der erste Arztbesuch oft selber bezahlt werden. Erst die nächsten Besuche werden entweder teilweise oder komplett übernommen. Zahnarztrechnungen sind bei den meisten Angeboten nicht mit eingeschlossen und müssen oft als Zusatzversicherung dazu gebucht werden. Dies gilt besonders für die günstigeren Tarife. Die vollständige Kostenerstattung gibt es nur bei Ärzten und Kliniken des jeweiligen Versicherungsnetzes. Müssen Sie sich behandeln lassen, halten sich aber gerade in einer anderen Stadt auf, kann es sein, dass nur ein Teil der Behandlung übernommen wird. Gerade günstigere Versicherungspakete bieten oft einen maximalen Betrag für Leistungen pro Jahr. Haben Sie eine Versicherung bei der die Höchstgrenze pro Jahr bei €15.000 liegt, kann diese bei bestimmten Erkrankungen oder Operationen schnell ausgeschöpft sein. Bei Extraleistungen, wie bspw. Blutuntersuchungen oder CTs müssen Sie sich häufig selber beteiligen.

 

Was kostet mich eine private Krankenversicherung ungefähr im Monat?

 

Die Kosten unterscheiden sich je nach Leistungen und Eintrittsalter und liegen zwischen €15 und €150 im Monat, jedoch gibt es auch Versicherungspakete die weitaus mehr kosten können. Grundsätzlich ist es ratsam eine private Krankenversicherung abzuschließen. Mit dieser können Sie zum einen in private Krankenhäuser gehen in denen Sie auch viele Ärzte finden, die Deutsch, Englisch, Spanisch und Französisch sprechen, was gerade am Anfang Ihrer Zeit in Portugal eventuelle Sprachbarrieren vermeiden kann. Was genau Ihre Krankenversicherung abdecken soll, ist eine sehr individuelle Entscheidung und daher ist es ratsam sich etwas Zeit zu nehmen um sich genau über Preise und Leistungen zu informieren und ggf. mehrere Versicherungsunternehmen miteinander zu vergleichen. Es gibt unter anderem auch Versicherungsangebote aus England oder Dänemark, die man ruhig mit in Betracht ziehen sollte. Hier finden Sie einige Vorschläge privater Versicherungsanbieter:

  • Advance Care
  • MedicAll (von der Allianz)
  • Victoria
  • Mundicare (aus den Niederlanden)
  • Medis - Unimed

Wichtiges zur Krankschreibung, Krankengeld und Arbeitsausfall

Nach portugiesischem Gesetz werden Arbeitsausfälle von bis zu drei Tagen nicht bezahlt. Sind Sie also erkältet und gehen nicht zur Arbeit, wird Ihnen das am Ende des Monats vom Gehalt abgezogen. Krankengeld können Arbeitnehmer erst ab dem vierten Krankheitstag beantragen und Selbstständige oder Anspruchsberechtigte im Rahmen der freiwilligen Sozialversicherung ab dem 11. Tag der Arbeitsunfähigkeit. Die Höge des Krankengeldes richtet sich nach Dauer und Art der Erkrankung. Bei Krankheitsdauer ab 4 Tagen bis zu 30 Tagen erhalten Sie 55% Ihres Einkommens. Von 31 bis 90 Tagen gibt es einen Satz von 60%, ab 91 bis 365 Tagen 70% und wer länger als ein volles Jahr krankgeschrieben wurde erhält 75% seines Einkommens.

 

Bei Tuberkulose gelten andere Regelungen. Ebenfalls zu beachten ist, dass nur die öffentlichen Gesundheitsämter (Centro de Saúde) gültige Krankschreibungen (Baixa) ausstellen. Dies liegt daran, dass im Falle einer Arbeitsunfähigkeit nicht Ihr Arbeitgeber sondern der Staat finanziell für Sie aufkommt.

 

Rentenversicherung: bekomme ich in Portugal später eine Rente

Wenn Sie in Portugal ganz normal einer Tätigkeit nachgehen oder nachgegangen sind, haben Sie natürlich auch einen Anspruch auf Rente. Es werden zwei Arten der Rente unterschieden. Zum einen die Altersrente (Pensão de velhice) und die soziale Altersrente (Pensão social de velhice). Anspruch auf die normale Altersrente haben Sie, wenn Sie Arbeitnehmer sind, einer selbständigen Tätigkeit nachgehen oder freiwillig sozial versichert sind.

 

Der Anspruch auf die soziale Altersrente besteht für portugiesische Staatsangehörige, ausländische Staatsangehörige mit Wohnsitz in Portugal, die zu einem der Mitgliedstatten der EU, Island, Lichtenstein, Norwegen oder der Schweiz gehören (Gemeinschaftsvorschriften über die soziale Sicherheit). Altersrente erhalten Sie, wenn Sie zum Zeitpunkt der Antragsstellung das Renteneintrittsalter von 66 Jahren und 5 Monaten (Stand 2019) erreicht haben.

 

Sollten Sie dies noch nicht erreicht haben, können Sie in folgenden Situationen Anspruch auf vorgezogene Altersrente haben:

 

  • Unfreiwillige Langzeitarbeitslosigkeit
  • Bestimmte gesundheitsbelastende Berufe, wie Bergarbeiter, Seeleute, Fluglotsen etc.
  • Lange beitragspflichtige Berufslaufbahn
  • Im Rahmen des Systems der Flexibilisierung des Rentenalters
  • Über eine ausreichende Wartezeit verfügen (mindestens 15 Kalenderjahre, die nicht notwendigerweise aufeinanderfolgen müssen und in denen beitragspflichtiges Arbeitsentgelt gemeldet wurde oder bei freiwillig Versicherten 144 Monate, in denen beitragspflichtiges Arbeitsentgelt gemeldet wurde).

 

Der Anspruch auf eine soziale Altersrente besteht bei Personen, die keinem Pflichtsystem der sozialen Sicherung unterliegen oder nicht in den Geltungsbereich der Übergangsregelungen für Landarbeiter fallen bzw. Personen, die zwar davon abgedeckt sind, jedoch nicht die festgelegten Wartezeiten für den Renteneintritt erfüllen. Außerdem Empfänger einer Invaliditäts-, Alters- oder Hinterbliebenenrente, deren Betrag unterhalb des Mindestsatzes der Sozialrente liegt. Die Höhe der Rente wird auf der Grundlage der Beitragsjahre sowie der gemeldeten Arbeitsentgelte des Versicherten berechnet. Sollte eine Pflegebedürftigkeit bestehen, kann sich die Altersrente mit der Pflegezulage erhöhen. Auch die Solidarzulage für ältere Menschen, die Rentnern mit Wohnsitz in Portugal und mit niedrigen Einkünften ab dem normalen Renteneintrittsalter für Renten aus dem allgemeinen System der sozialen Sicherheit gewährt wird. Beachtet werden sollte auch, dass es in allen EU-Ländern unterschiedliche Renteneintrittsalter gibt.

 

Haben Sie also in zwei oder mehreren Ländern der EU einen Rentenanspruch, wird Ihnen dieser erst ausgezahlt, wenn Sie das jeweilige Renteneintrittsalter erreicht haben. Z.B. liegt dieses in Frankreich bei 60 Jahren, in Dänemark jedoch erst bei 67 Jahren. Demnach würde Ihnen eine dänische Rente erst ausgezahlt werden, wenn Sie das Alter von 67 erreicht haben.

 

Kfz-Einfuhr: Kann ich mein Auto nach Portugal überführen?

Wenn Sie bereits ein Auto haben und dieses nicht verkaufen möchten, dann können Sie dieses auch mit nach Portugal nehmen. Für die Kfz. Einfuhr benötigen Sie eine portugiesische Steuernummer (NIF). Ohne diese können Sie in Portugal kein Fahrzeug einführen oder zulassen. Ebenfalls müssen Sie online beim Portal das Financas registriert sein. Das Finanzamt verschickt per Post innerhalb weniger Tage Ihr persönliches Passwort an die von Ihnen hinterlegte Adresse.

 

Mit diesen Zugangsdaten haben sie u.a. auch vollen Zugang zu dem offiziellen Simulator für Kfz-Steuern. Welche Unterlagen benötige ich für die Kfz-Einfuhr?

  • Original dt. Zulassungsbescheinigung (Teil I und II)
  • CoC-Dokument (Certificate of Conformity = homologação)
  • Motornummer: Wo ist sie eingeschlagen/lesbar? (nicht mit Fahrgestellnummer verwechseln!)
  • Bestätigung der Motornummer von einem portugiesischen Vertragshändler
  • Kaufvertrag des Autos mit Kennzeichen, Kilometerstand, Kaufpreis, Fahrgestellnummer
  • Ihre portugiesische Steuernummer
  • Ausweisdokument (Personalausweis/ Reisepass)
  • Führerschein

 

Grundsätzlich sollten von allen Dokumenten Fotokopien erstellt werden. Auch von den ausgehändigten und ergänzten portugiesischen Dokumenten sollten für die Folgebehörden Kopien erstellt werden.

 

Wie melde ich ein Kfz in Portugal an bzw. um?

Bei einer Erstanmeldung Ihres Fahrzeugs in Portugal benötigen Sie neben den normalen Ausweisdokumenten auch das Formular Impresso Modelo Unico (https://www.irn.mj.pt/IRN/sections/irn/a_registral/servicos-externosdocs/impressos/automovel/requerimento-deregisto/downloadFile/file/ANEXD57.pdf?nocache=1216986303.52) sowie eine Bescheinigung des Finanzamtes, dass das Fahrzeug „schuldenfrei“ ist. Sollten Sie Ihr Fahrzeug innerhalb Portugals lediglich ummelden wollen, verwenden Sie das gleiche Formular wie bei der Erstanmeldung und legen Ihre Fahrzeugpapiere und Ihre Steuernummer vor. Die Ummeldung wird vom Conservatória de Registo der jeweiligen Gemeinde

Ab wann muss ich mein Auto in Portugal anmelden?

Prinzipiell gilt: planen Sie Ihren Wohnsitz nach Portugal zu verlegen, müssen Sie auch Ihr Auto anmelden. Dies muss aber nicht direkt am Anfang gemacht werden. Portugal erlaubt Urlaubern, die einen längeren Aufenthalt planen, 185 Tage pro Kalenderjahr ein Auto zu fahren, welches nicht im Land selber angemeldet ist. Bei einem Aufenthalt von weniger als einem halben Jahr müssen Sie ebenfalls keine Kraftfahrzeugzulassungssteuer (Imposto sobre Veiculo) zahlen.

 

Zu beachten ist hier lediglich, dass der Wagen in diesem Zeitraum nicht an jemanden verliehen oder vermietet werden darf, der seinen Wohnsitz in Portugal hat. Haben Sie Ihren Wohnsitz nun länger als 6 Monate in Portugal, sind Sie gesetzlich verpflichtet Ihr Kfz in Portugal anzumelden. Dann wird die ISV (Zulassungssteuer) fällig und diese wird vom Zoll erhoben. Meldet man sein Fahrzeug nach dieser Frist nicht um, wird dies als Steuerhinterziehung geahndet.

 

Ist mein Führerschein gültig oder muss dieser ebenfalls umgemeldet werden?

Grundsätzlich sind Führerscheine aus der EU in Portugal anerkannt. Das bedeutet, halten Sie sich lediglich für einen Urlaub in Portugal auf, müssen Sie bei einer Verkehrskontrolle keine Angst haben. Haben Sie sich jedoch schon umgemeldet und gelten als Resident mit dauerhaftem Wohnsitz, so müssen Sie Ihren Führerschein umschreiben lassen.

 

In Portugal gibt es nationale Vorschriften, die auf den Führerscheininhaber umzusetzen sind. Wie schon bei der Kfz-Anmeldung ist auch bei der Führerscheinummeldung keine besondere Eile geboten. Kommen Sie aus einem Land in dem Ihr Führerschein eine unbefristete oder andere Gültigkeit hat als in Portugal und Sie schon seit zwei Jahren in Portugal gemeldet sind, müssen Sie Ihren Führerschein umtauschen.

 

Sind Sie über 40 Jahre alt, müssen Sie sich von einem Arzt eine Attest über die allgemeine Fahrtauglichkeit ausstellen lassen. Sind Sie zusätzlich Brillenträger wird ebenfalls ein Attest vom Augenarzt benötigt. Sollten Sie nur einen „normalen“ portugiesischen Führerschein benötigen (Fahrzeuge bis 3,8 Tonnen und Anhänger bis 750kg, reichen die oben genannten Atteste aus. Die ärztlichen Bescheinigungen müssen seit dem 15. Mai 2018 online ans IMT (Straßenverkehrsamt) gesendet werden. Sie können hierfür auch Ihren Arzt fragen, ob dieser über die entsprechende Software verfügt.

 

Welche Versicherungen sind in Portugal nötig und woher bekomme ich diese?

Neben den schon erwähnten Krankenversicherungen und der Rentenversicherung benötigen Sie in Portugal auch eine Kfz-Versicherung für Ihr Fahrzeug. Für Ihre Wohnung oder Ihr Haus empfiehlt es sich ebenfalls eine Hausratsversicherung abzuschließen. Kfz-Versicherung Wenn Sie Ihr Fahrzeug in Portugal angemeldet haben müssen Sie dieses auch versichern. In Portugal werden die Kfz-Steuern (IUC - Imposto Unico de Circulação) nach dem Jahr des Kennzeichens fällig. Gezahlt werden kann entweder direkt über Ihren Finanças-Zugang oder persönlich beim Finanzamt. Die Quittung für die Zahlung muss im Fahrzeug mitgeführt werden.

 

Wo finde ich eine passende Versicherung für mein Fahrzeug?

 

Eine Kfz-Versicherung kann bei allen Versicherern abgeschlossen werden. Es ist empfehlenswert sich bei seiner Bank zu erkundigen, ob diese einem eine passende Fahrzeugversicherung vermitteln kann. Die meisten portugiesischen Banken arbeiten im Versicherungswesen mit unterschiedlichen Versicherungsgesellschaften zusammen. Wichtig zu erwähnen ist noch, dass in Portugal alle Fahrzeuge über wenigstens eine Haftpflichtversicherung verfügen müssen. Außerdem wird nicht der Fahrer, sondern das Fahrzeug versichert. Das bedeutet, dass verschiedene Fahrer Ihren Wagen fahren können, vorausgesetzt diese haben einen gültigen Führerschein.

 

Der Nachteil dieser Art der Versicherung ist, dass Sie nicht von Vergünstigungen bei unfallfreiem Fahren profitieren können, da dies in Portugal nicht berücksichtigt wird. Die Versicherungsprämie hängt von Faktoren wie Zustand, Alter, Marke und Modell des Wagens ab. Zwei Versicherungsmodalitäten stehen Ihnen zur Verfügung:

  • 1. Haftpflichtversicherung (Seguro de responsabilidade civil): Diese ist gesetzlich vorgeschrieben und deckt bei einem Unfall Schäden am Eigentum anderer Personen ab.
  • 2. Vollkaskoversicherung (Seguro de danos próprios): Sichert sich auch gegen Feuer, Diebstahl und Körperverletzung ab.

 

Natürlich empfiehlt es sich auch hier sich ausreichend zu informieren und Leistungen und Preise zu vergleichen.

 

Wie wichtig ist eine Hausratversicherung in Portugal?

 

Insbesondere in einer Mietwohnung kann eine Hausratsversicherung im Schadensfall vor bösen Überraschungen schützen. Sollten Sie also bspw. Möbel ersetzen müssen, kann Ihnen der Betrag für diese und anderen Gegenständen erstattet werden. Um den Wert Ihrer Möbel zu bestimmen bietet es sich an eine Liste zu machen und den Betrag anzugeben, welchen Sie aufbringen müssten, sollte ein größerer Schaden entstehen. Einige Versicherer zahlen keine Entschädigung für Schäden an Geräten, die über acht Jahre alt sind. Dazu zählen z.B. Fernseher oder auch DVD-Player). Bei Computern gilt eine Frist von nur fünf Jahren. Wenn möglich, sollten Sie eine Hausratsversicherung wählen, die Ihnen kompletten Schadensersatz bietet, unabhängig vom Alter der beschädigten Gegenstände. Der Wert Ihres versicherten Eigentums wird jährlich aktualisiert.

 

Wie sieht das Schulsystem in Portugal aus?

Die Grundschulbildung in Portugal heißt ensino básico und setzt sich im Allgemeinen aus drei aufeinander aufbauenden Stufen zusammen und beginnt nach dem Besuch einer Vorschule für Kinder ab 3 Jahren. Die Vorschule ist hier aber keine Pflicht.

  • Primeiro Cíclo (vier Jahre = 1.-4. Klasse) mit einem einzigen Klassenlehrer (Professor/a de Turma), unter Umständen unterstützt von Fachlehrern, wie beispielsweise seit 2015 dem obligatorischen Englischunterricht. Dies ist die allgemeine Grundschulbildung
  • Segundo Cíclo (zwei Jahre = 5.-6. Klasse) und
  • Terceiro Cíclo (drei Jahre = 7.-9. Klasse) mit jeweils einem Lehrer pro Fach oder Fachbereich, von denen einer gleichzeitig Diretor de Turma (also eine Art für alles verantwortlicher "Klassenlehrer") ist.

Möchten Schüler ihre Schulbildung fortführen und sich weiter qualifizieren so können Sie die Sekundarstufe besuchen. Diese umfasst drei Schuljahre (10.-12. Klasse). Gewählt werden kann zwischen den drei folgenden Schwerpunkten: dem wissenschaftlich-humanistischen Zweig, dem künstlerisch spezialisierten Zweig und dem technologischen bzw. beruflichen Zweig. Der entsprechende Unterricht findet an Sekundarschulen und Berufsschulen statt.

 

Im Anschluss an diese Grundbildung steht dann die Berufsausbildung oder der Besuch des so genannten weiterführenden Ergänzungsunterrichts - die cursos complementares. Hier gibt es drei Bildungsgänge - entweder mit einer gezielten Vorbereitung auf den Beruf oder aber für das Studium an einer Universität. Hochschulreife bekommt ein Schüler in Portugal jedoch auch, wenn er nach der Oberschule für drei Jahre die escola secundária besucht und diese erfolgreich abschließt. Auch in Portugal gibt es mittlerweile die dreijährige Berufsausbildung und ist insbesondere ür Schüler, die die Bildungspflicht noch nicht abgeschlossen haben und nicht auf die weiterführende Sekundarstufe wechseln möchten. Die Ausbildung unterteil sich in Theorie- und Praxisphasen. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Jugendliche ein doppeltes Diplom für die abgeschlossene Berufsausbildung und den Abschluss der Sekundarstufe.

 

Private oder öffentliche Schule in Portugal?

 

Die öffentlichen Schulen in Portugal sind für alle Kinder kostenlos bieten, jedoch keine finanziellen Unterstützungen beim Kauf von Schulbüchern oder sonstigen Materialien. Für Privatschulen müssen Eltern jeden Monat einen bestimmten Betrag leisten. Diese Beträge werden von den Schulen selber festgelegt, können aber bis zu €800 im Monat oder sogar mehr betragen.

 

Ob die Schulen für Lehrmittel aufkommen ist ebenfalls von Schule zu Schule unterschiedlich. Zu unterscheiden sind hier die privaten internationalen Schulen und die privaten portugiesischen Schulen. Letztere bieten sich besonders an, wenn Sie möchten, dass Ihre Kinder möglichst schnell die neue Sprache lernen. Grundsätzlich sind an privaten Schulen die Klassen kleiner, weshalb Lehrer eventuell auch besser auf (neue) ausländische Schüler eingehen können. Grundsätzlich kommt es hierbei darauf an, was im Interesse Ihres Kindes liegt und natürlich auch auf die finanziellen Mittel. Unter dem folgenden Link finden Sie eine Auflistung an Privatschulen in allen Regionen Portugals: 

 

Nordportugal und Porto:

 

The Oporto British School

Tel. (+351) 226 166 660 | www.obs.edu.pt

 

Escola Alemã do Porto

Tel. (+351) 226 076 570

 

CLIP – Colégio Luso Internacional do Porto

Tel. (+351) 226 199 160 | www.clip.pt

 

Colégio Luso-Francês

Tel. (+351) 228 347 150 | www.lusofrances.com.pt

 

Lycee Francais International de Porto

Tel. (+351) 226 153 030 / 31 | www.lyceefrancaisdeporto.pt

 

Escola do Turismo de Portugal // Porto

Tel. (+351) 239 007 000 | escolas.turismodeportugal.pt/en/cursos

 

Lissabon:

The Cascais International School

Tel. (+351) 214 846 260 | www.icsc.pt

 

St. George’s School

Tel. (+351) 214 661 774

 

St. Julian’s School

Tel. (+351) 214 585 300 | www.stjulians.com

 

Carlucci American International School of Lisbon

Tel. (+351) 219 239 800 | www.caislisbon.org

 

Boa Ventura Montessori

Tel. (+351) 214 688 023 | www.boaventuramontessori.com

 

International Preparatory School

Tel. (+351) 214 570 149 | www.ipsschool.org

 

St. Dominic’s International School

Tel. (+351) 214 440 434 | www.dominics-int.org

 

St. Peter’s School

Tel. (+351) 212 336 990 | www.st-peters-school.com

 

Deutsche Schule Lissabon

Tel. (+351) 217 510 260 | https://dslissabon.com/

 

Liceu Francês

Tel. (+351) 213 871 218 | www.lfcl-lisbonne.eu

 

St. James Primary School

Tel. (+351) 214 86 47 54 | jps.office@sapo.pt

 

PaRK International School

Tel. (+351) 213 026 318 | www.park-is.com

 

Algarve:

Nobel International School Algarve

Kontakt (+351) 282 342 547 | nobelalgarve.com

 

Vilamoura International School

Tel. (+351) 289 303 288 | www.civ.pt

 

Penina College

Tel. (+351) 282 417 805 | www.colegiodapenina.com

 

Aljezur International School, Algarve

Tel. (+351) 282 997 407 | www.aljezur-international.org

 

Vale Verde International School

Tel. (+351) 282 697 205 | www.vvis.org

 

Colégio Santiago Internacional

Tel. (+351) 281 328 677 | www.csi-tavira.com

 

Private Schulen und Kindergärten sind bei Auswanderern sehr beliebt. Internationale Schulen finden sich im ganzen Land und erfreuen sich größter Beliebtheit. Nicht nur wegen der doch erst einmal fremden Sprache, sondern auch aufgrund der kleineren Klassengrößen. Oft entscheiden sich Auswanderer auch für Privatschulen, oder sogar deutschsprachige Schulen, um ihren Kindern die Möglichkeit zu geben nach dem Schulabschluss ggf. wieder in ihr Heimatland zurückzukehren um dort ohne Probleme auf Job- oder Studienplatzsuche zu gehen.

Wo mache ich am besten einen Sprachkurs?

Es gibt ein sehr großes Angebot an Sprachkursen in Portugal. Ob Schule oder privater Sprachlehrer, es finden sich ganz bestimmt für alle Lebensumstände die passenden Unterrichtseinheiten. Sprachschulen bieten meistens ein breites Angebot an verschiedenen Kursen an. Ob Wochenendkurse, Abendkurse, Onlinekurse oder auch Einzelunterricht. Der Vorteil hier sind die relativ niedrigen Preise und die Möglichkeit ebenfalls Zugezogene kennenzulernen. Intensivkurse werden meist ebenfalls von Sprachschulen angeboten. Diese bieten sich besonders in der Anfangszeit an, um Grundkenntnisse möglichst schnell zu erlernen und stätig zu festigen.

 

Sollten Sie jedoch schon eine Arbeitsstelle haben und nicht jeden Tag Zeit haben, sich dem Sprachelernen zu widmen, bietet sich vielleicht eher ein Abendoder Wochenendkurs an. Privatunterricht oder der Unterricht in kleinen Gruppen empfiehlt sich, wenn Sie einen Lehrer möchten, der individuell auf Sie und Ihr Lerntempo eingehen kann und auch aktiv Ihren Lernfortschritt zu unterstützen. Ein Sprachtandem bietet sich an, wenn Sie schon ein paar Vorkenntnisse haben und diese durch das aktive Sprechen mit Einheimischen festigen und verbessern möchten. Ein weiterer Vorteil ist hier natürlich das Zusammentreffen mit weiteren Sprachbegeisterten, die eventuell von Ihrer Muttersprache profitieren möchten. Auch Onlinekurse können Ihnen helfen die Sprache zu erlernen. Klarer Vorteil hier ist natürlich die freie Zeiteinteilung nach Ihren Bedürfnissen.

 

Auch verschiedene Apps zum Sprachenlernen erfreuen sich mittlerweile großer Beliebtheit, eignen sich aber oft eher zum Vokabeln lernen, als dazu die Kommunikationssicherheit zu stärken. Welches Modell für Sie das passende ist hängt stark von Ihren jeweiligen Lebensumständen ab. Oft lohnt es sich auch kleinere Vorkenntnisse den Wortschatz betreffend über Apps oder Onlinekurse zu erlernen und dann mit einem Sprachkurs weiterzumachen, de es gibt viele Möglichkeiten die portugiesische Sprache zu erlernen!

 

Lebenshaltungskosten in Portugal

Wichtig zu wissen ist natürlich auch, ob ihr Geld in Portugal reicht und mit was für Kosten Sie überhaupt rechnen müssen. Tatsächlich ist es eher schwierig einen pauschalen Durchschnitt der Lebenshaltungskosten zu berechnen, da dies nicht nur von den verschiedenen Regionen abhängt, sondern auch vom persönlichen Lebensstandard und den Umständen und Ansprüchen. Die Lebenshaltungskosten in Portugal sind in den letzten Jahren gestiegen und liegen in Städten wie Lissabon und Porto nun im EU-Durchschnitt. Dies trifft vor allem auf Mietwohnungen zur.

In ländlichen Gegenden oder außerhalb der Stadtkerne sind die Kosten aber noch sehr niedrig. Die Preise vieler Güter und Dienstleistungen in Portugal sind auf dem unteren Niveau anderer europäischer Länder.  Importierte Produkte können jedoch deutlich teurer sein.

Monatliche Mietkosten

Gerade bei den Mieten gilt: Die Stadtkerne von Lissabon und Porto können teuer werden. Viele Vermieter erhöhen die Mieten im Sommer, da zu dieser Zeit auch viele Touristen nach Wohnungen suchen, die sie für mehrere Wochen anmieten können. Daher empfiehlt es sich, entweder im Herbst oder sogar erst im Winter nach Wohnungen zu suchen, da gerade in touristischen Hochburgen dann die Mietpreise wieder runtergehen und es um einiges mehr Auswahl gibt.

Gastronomie

 

In Portugal kann man durchaus gut und günstig auswärts essen gehen. Gerade traditionelle portugiesische Restaurants bieten oft Tagesgerichte (Prato do dia) für €6- €8 an. Oftmals gibt es diese auch als komplettes Menü mit Salat, Beilage und Getränk. 

Lebensmittel

 

Auch in Portugal finden Sie Discounter wie Aldi und Lidl. Sie bieten zwar eine geringere Auswahl an Lebensmitteln als die großen Supermärkte, sind preislich jedoch unschlagbar. Suchen Sie nach einer größeren Vielfalt an Lebensmitteln, oder einen Supermarkt, der auch Elektroartikel, Haushaltssachen, Kosmetik und Kleidung anbietet, empfehlen sich Jumbo, Continente oder Intermarché. Ein Vorteil bei den großen Ketten: Oft und viele Angebote mit Preissenkungen um ein Drittel, bei Lebensmitteln und Kosmetikartikeln. Haben Sie eine Kundenkarte können Sie jeden Monat von weiteren Angeboten und Preisnachlässen profitieren.

Öffentliche Verkehrsmittel

 

Gerade in und um größere Städte herum benötigt man oft kein Auto. Besonders in Lissabon und Porto hat man eine hervorragende Anbindung der öffentlichen Verkehrsmittel. Auch wenn Sie sich entscheiden bspw. im Raum Lissabon zu leben (Cascais, Estoril, Carcavelos etc.) oder auf der anderen Seite des Tejo (Almada, Bairro etc.) haben Sie die Möglichkeit auf Züge, Busse oder die Fähre zurückzugreifen. Züge von Lissabon fahren im Stundentakt sogar bis nach Sintra und ermöglichen Ihnen ein problemloses Pendeln. Fahrtpreise mit den ÖPNV in Portugal sind vergleichsweise recht günstig und auch das Reisen mit dem Zug und die Möglichkeit einer Monatskarte machen es Pendlern sehr einfach. Der Preis der Monatskarte richtet sich nach der Entfernung zum Stadtkern bzw. zu Ihrem Arbeitsplatz. Grundsätzlich beinhaltet diese dann aber auch alle Transportmittel von Metro über Bus bis hin zu Zug und Fähre. 

Nebenkosten pro Monat

 

Nebenkosten hängen natürlich immer vom persönlichen Verbrauch ab, sind aber in Portugal vergleichsweise ebenfalls günstig. Anders ist hier oft, dass Sie bei den meisten Anbietern von Strom und Wasser keine monatliche Pauschale zahlen, sondern Ihre Zählerstände monatlich ablesen und Ihrem Anbieter online zusenden. Alle drei Monate kommt jemand um die Zählerstände professionell abzulesen, damit am Ende auch alles stimmt. Daher zahlen Sie monatlich nur das was Sie auch verbrauchen. Da viele Wohnungen und Häuser in Portugal keine Heizungen haben, heizen viele mit elektrischen Heizstrahlern. Hier gibt es u.a. auch Modelle die sehr Energiesparend sind, trotzdem ist die Stromrechnung in vielen Haushalten dementsprechend höher als Im Sommer. Grundsätzlich kann man mit Nebenkosten (Strom, Heizung, Klimaanlage, Wasser, Müll) um die 95,95 EUR für eine Mietwohnung mit 2 Schlafzimmern rechnen. 

 

Sport und Freizeit

 

Sollten Sie sich in Ihrer Freizeit in einem Fitnessstudio anmelden wollen, gibt es auch hier unzählige Möglichkeiten und Angebote. Bei Jahresverträgen zahlen Sie monatlich oftmals weniger, sind dafür aber auch für ein Jahr gebunden. Viele Studios bieten jedoch kostenlose Probestunden an, in denen Sie herausfinden können, ob das Kursangebot zu Ihnen passt. Auch weitere Freizeitangebote wie z.B. Kino, Oper oder Theater sind verhältnismäßig günstig, aber auch immer abhängig von der Produktion oder Länge des Films.