Startups in Portugal

Wer ein Startup gründen möchte, braucht neben einer guten Idee vor allem einen langen finanziellen Atmen in den ersten Jahren. Bis ein Startup überhaupt profitabel wird, vergehen in der Regel mindestens 2 Jahre. Es gibt auch viele Gründer, die eher auf Wachstum statt Rendite setzen und ihren gesamten Cashflow reinvestieren - und das über viele viele Jahre hinweg.

 

Für eine wachstumsorientierte Entwicklung braucht man Kapital und geringe Kosten. Meiner Meinung nach werden gerne die Kosten wie Büromieten, Mitarbeiter, eigene Lebenskosten, Steuern etc vernachlässigt, obwohl diese für viele Gründer entscheidender sind als Investoren oder Banken.

 

Die portugiesischen Großstädte Porto und vor allem Lissabon sind in den letzten beiden Jahren die Heimat von vielen Firmen und Startups geworden. Dies liegt an einer Vielzahl an Standortvorteilen:

 

  • Die Mieten für Büros sind sehr günstig. Man kann mit ungefähr 100-150 Euro pro Mitarbeiter an Kosten inklusive der Nebenkosten rechnen
  • Die technische Infrastruktur ist hervorragend. Kämpft man in Deutschland gern mit der Internetgeschwindigkeit, gibt es in Portugal sehr schnelle und stabile Anschlüsse für Firmenkunden
  • Die Lohnkosten für MItarbeiter sind sehr günstig. Ausgebildete nicht technische Mitarbeiter kosten mit allen Nebenkosten ca. 1200 Euro. Gute Entwickler liegen bei 2400 Euro
  • Firmengründungen sind sehr leicht und günstig. Eine portugiesische limited kann man innerhalb weniger Tage und mit sehr wenig Stammkapital (1 Euro pro Inhaber) gründen. Es empfiehlt sich nicht, ein zu geringes Stammkapital zu wählen, da dies auf allen Verträgen vermerkt ist
  • Die Kosten für eine professionelle Buchhaltung sind mit ca. 150 Euro pro Monat sehr günstig. Je nach Gesellschaftsform ist diese auch verpflichtend - es entlastet den Gründer aber vor allem in der täglichen Arbeit
  • Die Lebenshaltungskosten sind in Portugal sehr gering. Neben den günstigen Mieten - eine gute 2-3 Zimmerwohnung liegt bei ca. 600 Euro - sind die Kosten für Lebensmittel deutlich niedriger als in Deutschland.
  • Speziell Lissabon hat ein sehr gute internationale Gründerlandschaft. Daneben haben viele internationale Konzerne mittlerweile ihren Standort in Portugal, was die Anbindung an Kunden und den Austausch mit anderen Startups stark vereinfacht
  • Ausländischen Gründern, die in Portugal ansässig werden, gewährt der portugiesische Staat eine Steuerflatrate von 20% für 10 Jahre, was sich bei wirtschaftlichen Erfolgen durchaus bemerkbar macht.

Neben Gründern entdecken auch viele Unternehmen den Standort Portugal für die Auslagerung von qualifizierten Teams wie Entwicklerteams für sich. Für Fragen und Anmerkungen stehen wir gerne zur Verfügung